Zeichnen - Reden | PILOTPROJEKT | 2012-2013 | Hochschule der Künste: Formen sprachlicher Artikulation in bildnerischen Prozessen
Eine qualitativempirische Studie zu den Formen sprachlicher Artikulation im Kontext individueller künstlerischer Prozessbegleitung:
In den Künsten stellt die individuelle Prozessbegleitung einen zentralen Aspekt von Lehren und Lernen dar. Sie ist bestimmt durch das Handeln und Zeigen, aber auch nicht minder durch den sprachlichen Austausch. Ziel der Studie ist, die Interdependenz dieser Modalitäten zu beschreiben und die komplexen Wechselwirkungen zwischen kommunikativen und solitären, auf den zeichnerischen Prozess ausgerichteten Arbeitsphasen aufzuzeigen. Es gilt jene Momente zu identifizieren, wo das Geäusserte sich im Gezeichneten manifestiert. Erst in der Gegenüberstellung von Sprach- und Bildgeschehen zeigt sich, in welcher Weise der Dialog den gestalterischen Prozess und damit bildnerisches Denken und Handeln beeinflusst. Situiert am Gymnasium, verbindet das Projekt Ansätze konstruktivistischer Lehr-Lerntheorie mit aktueller Praxis. | Projektleitung: Ruth Kunz | Mitarbeit: Nadia Bader, Sarah Hostettler, Simone Haug | Laufzeit: 02/2012–07/2013 | Finanzierung: Berner Fachhochschule, BFH.

> Projektbeschreibung | > Projektdatenbank
> DOWNLOAD: Beispiel einer Sequenzanalyse
> DOWNLOAD: Bsp. Strukturpapier Prozessanalyse, Zeichnen nach Anschauung, Fall 2.
> DOWNLOAD: Bsp. Strukturpapier Dialoganalyse, Zeichnen nach Anschauung, Fall 2.
> DOWNLOAD: Referat Kunstpädagogische Forschungsakzente, R. Kunz.
> DOWNLOAD: Text zur Visualisierungsarbeit, N. Bader.

Zeichnen - Reden - Zeigen | DISSERTATION | 2014-2018 | Universität Hamburg: Wechselwirkungen zwischen Lehr-Lern-Dialogen und Gestaltungsprozessen im Kunstunterricht. | Das Promotionsvorhaben von Nadia Bader ist als direkte Weiterführung und Vertiefung erster im Pilotprojekt gewonnener Erkenntnisse angelegt (Kunz/Bader/Hostettler/Haug 2013) und wurde im März 2018 erfolgreich abgeschlossen. Betreut wurde die Promotion von Prof. Dr. Andrea Sabisch (Universität Hamburg) und Prof. Dr. Barbara Bader (Akademie der Bildenden Künste Stuttgart). Die Publikation erscheint im Sommer 2019 bei Kopaed.

Die Studie untersucht anhand videografierter Lehr-Lern-Situationen aus dem Kunstunterricht, wie der kommunikative Austausch in Einzelgesprächen zwischen Lehrenden und Lernenden bildnerisches Denken und Handeln beeinflusst. Anhand von vier Mikro-Fallstudien werden die vielschichtigen Wechselwirkungen, welche sich in den dokumentierten Interaktionen entfalten, mehrdimensional untersucht und in ihrer Komplexität nachvollziehbar. Die daraus resultierenden empirischen Erkenntnisse bilden den Ausgang für eine Theoriebildung vor dem Hintergrund praxistheoretischer Konzepte. Die Studie ist als Grundlagenforschung auf ein Sensibilisieren für komplexe Wechselwirkungen sowie eine kritische Befragung vermeintlicher Selbstverständlichkeiten in der Unterrichtspraxis ausgerichtet. Eine Auseinandersetzung mit der Vielschichtigkeit des Banalen und Alltäglichen im Sinne einer „regular practice“ kann, so die These, zu einer fruchtbaren Ausgangslage für fachdidaktische Reflexion und Innovation werden.

 

Schnittstelle  

Zeichnen - Reden | Aufg.: Anschauung & Vorstellug

Forschungssetting | Standkameras im Klassenraum

Forschungssetting | Übersicht Klassenzimmer

Forschungssetting | Überlegungen zur Handkamera

Datenauswertung | Fokus des Pilotprojektes (BFH)

Erhobene Daten | je Unterrichtseinheit

Datenaufbereitung | Videoschnitt & Untertitel

Datenauswertung | Schnittstelle Prozess & Dialog

Daten, Einblick | Zeichnen nach Anschauung: Resultate

Forschungsmethoden | Strukturpapiere aus Pilotprojekt

Forschungsmethoden | Strukturpapiere aus Pilotprojekt